Glossar
Abschlusskolloquium
Das Abschlusskolloquium ist der letzte Schritt vor Abschluss des wba-Diplom. Es findet vor einer autorisierten Kommission nach den Bestimmungen der Prüfungsordnung statt.
Akkreditierung
Im Fall der wba bezieht sich Akkreditierung auf Bildungsangebote. Passt eine Bildungsveranstaltung ins Curriculum der wba, d. h. deckt sie die geforderten Inhalte ab, kann sie bei der wba zur Akkreditierung eingereicht werden. Nach Überprüfung der Inhalte und deren Passung ins Curriculum wird das Bildungsangebot akkreditiert und mit ECTS bewertet.
Akkreditierungsrat
Der Akkreditierungsrat prüft alle Anträge seitens der Studierenden und der Anbieter. Das Gremium ist mit unabhängigen Expert/innen besetzt.
Anerkennung
Im Fall der wba bezieht sich Anerkennung auf Anträge seitens der Interessierten bzw. Studierenden. Passen die mit dem Antrag eingereichten Kompetenznachweise (Zeugnisse, Bestätigungen, …) ins Curriculum der wba, d.h. decken sie die geforderten Inhalte ab, werden sie anerkannt und mit ECTS bewertet.
Äquivalent
Kompetenzen, die nicht durch Bestätigungen oder Zeugnisse nachweisbar sind, also solche, die informell erworben wurden, werden in der wba als Äquivalent bezeichnet.
Auslandsaufenthalt
Eine berufliche Tätigkeit oder ein Studium im Ausland im Ausmaß von mindestens drei Monaten kann im Bereich "Interkulturelle Bildung" und "Fremdsprachen" anerkannt werden.
Bildungsberatung
Für Interessierte an der wba besteht die Möglichkeit, kostenlose Erstberatung in Anspruch zu nehmen. Dafür steht eine telefonische Auskunft (01-5242000/11) zur Verfügung.
Diese Erstberatung bietet Informationen zum Modell der wba und unterstützt gegebenenfalls bei der Antragstellung für die Standortbestimmung.
Weiters erhalten Interessierte erste Auskünfte
und Informationen zum Modell der wba bei Berater/innen in den
Bundesländern.
Curriculum
Ein Curriculum ist ein Lehr- oder Studienplan (in Schulen, in Lehrgängen, an Universitäten). Das Curriculum der wba beinhaltet jene Kompetenzen, die von Erwachsenenbildner/innen erwartet werden, und weist die dazugehörenden Inhalte und den Umfang aus, die von wba-Studierenden nachgewiesen werden müssen.
ECTS
= European Credit Transfer System: europaweit anerkanntes System zur Anrechnung, Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen. Die wba rechnet im Sinne einer möglichen Anschlussfähigkeit an die Universität in ECTS um.
Eigene Veröffentlichung
Bei einigen Kompetenzbereichen kann eine eigene Veröffentlichung zum jeweiligen Thema anerkannt werden.
Formal erworbene Kompetenzen
Kompetenzen, die in formellen Bildungs- und Berufsbildungseinrichtungen (z. B. Schulen, Universitäten, Akademien, …) erworben wurden. Dafür gibt es Nachweise in Form von Zeugnissen, die Leistungen werden zumeist mit dem Schulnotensystem beurteilt.
Non-formal erworbene Kompetenzen
Kompetenzen, die in Bildungsveranstaltungen außerhalb formeller Bildungs- und Berufsbildungseinrichtungen, also vor allem in Einrichtungen der Erwachsenenbildung (durch die Teilnahme an Lehrgängen, Kursen, Seminaren, Workshops, …) erworben wurden. In der Regel gibt es dafür (Teilnahme-)Bestätigungen, die jedoch in vielen Fällen keine Leistungsbeurteilung beinhalten.
Informell erworbene Kompetenzen
Dabei handelt es sich um Kompetenzen, die nicht durch Bestätigungen oder Zeugnisse nachweisbar sind.
Der wba ist die Sichtbarmachung und Anerkennung informellen Lernens ein Anliegen. Nachweismöglichkeiten dafür bestehen z. B. durch Kompetenzbestätigungen des Dienst- bzw. Auftraggebers, durch die Teilnahme an Verfahren zur Anerkennung informell erworbener Kompetenzen oder durch das Verfassen eines Papers.
Diese Nachweise werden in der wba als Äquivalente bezeichnet.
Kompetenzen
Kompetenzen sind im Laufe des Lebens, in Schule oder im Beruf erworbene Fähigkeiten, die jemand flexibel einsetzen kann. Sie sind ein erworbenes Potenzial, das situationsabhängig, in komplexen Handlungssystemen, auch unter neuen Bedingungen viele Möglichkeiten der Umsetzung eröffnet. Kompetenzen umfassen kognitive, emotionale, auch motorische, mitunter ethische oder motivationale Momente.
In der wba sind Kompetenzen jene Fähigkeiten, die sich in den Berufsanforderungen der Erwachsenenbildung flexibel einsetzen lassen.
Online-Portfolio
Studierende der wba verfügen über ein persönliches Online-Portfolio, das den Weg zum Abschluss anzeigt. Das Portfolio dient dazu, die Lernbiografie durch Sammlung verschiedener Leistungsbelege sichtbar zu machen. Es ist eine individuelle "Leistungsmappe".
Paper
In der wba ist ein Paper eine Form eines Äquivalents, das in bestimmten Kompetenzbereichen als Nachweis eingereicht werden kann. Ein Paper ist der schriftliche Nachweis einer intensiven Auseinandersetzung mit einem bestimmten Thema.
Qualitätssicherungsvertrag
Bildungsanbieter, die Angebote bei der wba zur Akkreditierung einreichen wollen, schließen mit der wba einen Qualitätssicherungsvertrag. Im Wesentlichen sind darin die Rechte und Pflichten beider Seiten vertraglich geregelt. Kern sind Qualitätsstandards, die den gängigen Qualitätssicherungssystemen entsprechen und zu der sich die Bildungsanbieter in Bezug auf die später einzureichenden einzelnen Bildungsangebote verpflichten.
Rezension
Eine Rezension (von lateinisch recensio, Musterung) ist eine kritische Bewertung von kulturellen oder wissenschaftlichen Schöpfungen wie Büchern, Filmen, Kunstwerken oder Konzerten. Für den Erwerb des wba-Diplom sind zwei Fachbücher zu rezensieren.
Schriftliche Arbeit
Im Rahmen des wba-Diplom ist eine schriftliche Arbeit zu verfassen, in der das eigene berufliche Handeln einer Reflexion unterzogen werden muss.
Standortbestimmung
Die Standortbestimmung ist der erste Schritt zum/r "Zertifizierten" bzw. "Diplomierten Erwachsenenbildner/in". Im Rahmen der Standortbestimmung werden bereits erworbene Kompetenzen von der wba überprüft und anerkannt.
Universitätszugangsberechtigung
Als Universitätszugangsberechtigung gelten Matura, Studienberechtigungsprüfung oder Berufsreifeprüfung.
Zertifizierungswerkstatt
Die Zertifizierungswerkstatt ist eine dreitägige Veranstaltung mit Assessment und Multiple-Choice-Test, die von allen Studierenden an der wba verpflichtend zu besuchen ist. In diesen beiden Verfahren werden erwachsenenbildnerische Kompetenzen der wba-Studierenden überprüft.