Zur PersonDr. Günther Dichatschek MSc
Stockerdörfl 27a
A-6370 Kitzbühel/Tirol
E-Mail:
dichatschek@kitz.netWebsite:
http://www.ebw-tirol.info
Tätigkeitsbereich:AUS- UND WEITERBILDUNG
- Lehrämter für allgemein bildende Pflichtschule (Volks- und Hauptschule/D-GS-GW, Polytechnischer Lehrgang/D-SWZ-Bk)
- Lehrgang zur Ausbildung zum Schülerberater (Bildungsberatung)- PI Tirol
- Lehrgang zum Berater für standortbezogene Schulentwicklung (Schulentwicklungsberatung) - PI Tirol, Vorarlberg, Salzburg und Kärnten
- Doktoratsstudium der Erziehungswissenschaft - Universität Innsbruck
- Seminare I-II des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst/Wissenschaftliche Landesakademie für Niederösterreich "Didaktik der Lehrer/innen-Bildung/Europaorientierte Lehrer/innen-Bildung"
- EU-Lehrerbetriebspraktika/Niedersächsisches Kultusministerium Hannover
- Postgradualer Universitätslehrgang "Politische Bildung" - Universität Salzburg/Klagenfurt (MSc)
- Lehrgang Ökumene/Kardinal König-Akademie Wien
- Postgradualer Universitätslehrgang "Interkulturelle Kompetenz/ICC" - Universität Salzburg(in Ausbildung)
- Seminare der Personalentwicklung der Universität Wien in "Change Management", "Führung und Management" und "Didaktischen Kompetenzen"
- Lehrgang für "Interkulturelles Konfliktmanagement" - Integrationsfonds/BM.I
- Ausbildung an der Weiterbildungsakademie Österreich/"Zertifizierter/Diplomierter Erwachsenenbildner"
TÄTIGKEITEN IN DER AUS- UND WEITERBILDUNG/ERWACHSENENBILDUNG
- Lehrbeauftragter am Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien/Aus- und Weiterbildung: Vorberufliche Bildung (1990 - 2011)
- Lehrbeauftragter am Pädagogischen Institut des Landes Tirol (1990-2003)
- Mitglied der Lehramtsprüfungskommission für die Lehrämter an allgemein bildenden Pflichtschulen beim Landesschulrat für Tirol (1993-2002)
- Expertentätigkeit - Evaluation von EU-Bildungsprogammen der "Nationalagentur Lebenslanges Lernen"(2005-2007)
- Mitglied der Bildungskommission der Evangelischen Kirche A. und H.B.(2000-2012)
- stv. Leiter des "Evangelischen Bildungswerks in Tirol" (2004-2009) > Mitglied des Bildungsbeirats(ab 2010)
- Erwachsenenbildner/Lehre an der VHS Zell/See - "Freude an Bildung": Politische Bildung (ab 2011)
SCHWERPUNKTE IN DER AUS- UND WEITERBILDUNG/ERWACHSENENBILDUNG
Aus- und Weiterbildung/Vorberufliche Bildung
Politische Bildung
Erwachsenenbildung
HINWEIS AUF BEITRÄGE ZUR WEITER-/ERWACHSENENBILDUNG/AUSWAHL
Internet - Stand November 2011/Auswahl
http://www.netzwerkgegengewalt.org/wiki.cgi? > Index/Auswahl:
- Erwachsenenbildung - Beiträge zur Fort- und Weiterbildung
- Migration in Österreich, Teil 1 und 2
- Lehrgang Politische Bildung/Erziehung in der Erwachsenenbildung
- Von der Schule in die Arbeitswelt - Vorberufliche Bildung/Erziehung in Österreich
- Medienarbeit in Presse, Fachpublikationen und Internet
- Netzbasiertes Lernen in Theorie und Praxis
Publikationen/Auswahl
Dichatschek G. (2008): Politische Bildung in Schloss Hofen - Rückblick, Rundblick und Ausblick eines Teilnehmers, in: Klepp C.-Rippitsch D.(Hrsg.)(2008): 25 Jahre Universitätslehrgang Politische Bildung in Österreich, Wien, 133-136
Dichatschek G.(2008): Aspekte der vorberuflichen Bildung in Schule und Hochschule, in: Erziehung und Unterricht 5-6/2008, 445-451
Dichatschek G.(2005): Theorie und Praxis evangelischer Erwachsenenbildung, in: AMT und GEMEINDE 7/8 2005, 126-130
Dichatschek G.(2005): Maßnahmen in der Lehrerbildung zur Verhinderung von Gewalt und Fremdenfeindlichkeit, in: Erziehung und Unterricht 3-4/2005, 357-367
Dichatschek G. - Pirringer-Groll D.(2004): Aspekte von Schlüsselqualifikationen. Ein Beitrag zur Wirtschaftskunde, in: GW Unterricht 93/2004, 49-57
MITGLIEDSCHAFTEN
InteressensGemeinschaft Politische Bildung/IGPB
http://www.igpb.at
Evangelische Akademie Wien/EAW
http://www.evang.at/akademie
Tätig in folgenden Bundesländern/Ländern:
Schriftliche Arbeit/en für das wba-Diplom:Titel der schriftlichen Arbeit für den Schwerpunkt Bildungsmanagement:
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MitarbeiterInnenführung von Ehrenamtlichen in der Arbeit des "Evangelischen Bildungswerks in Tirol" Kurze Zusammenfassung der schriftlichen Arbeit:
Im Jahre 2004 wurde der Autor anlässlich der Reaktivierung des "Evangelischen Bildungswerks in Tirol/EBiT" in den Vorstand gewählt und nahm seit diesem Zeitpunkt bis 2009 die stellvertretende Leitung eines kirchlichen Bildungswerks ein, das das Bundesland Tirol mit sieben Evangelischen Pfarrgemeinden umfasst und ausschließlich auf Ehrenamtlichkeit beruht.
Der 10. Universitätslehrgang Politische Bildung der Universität Salzburg in Verbindung mit Klagenfurt-Krems/Masterabschluss (2006-2008), der 1. Lehrgang Ökumene der Kardinal König-Akademie Wien (2006-2007) und die Auseinandersetzung mit Weiterbildung im Rahmen des Lehrauftrages am Institut für Bildungswissenschaften der Universität Wien sowie Angebote der Personalentwicklung der Universität Wien (Change Management) waren ein weiterer Anlass, sich mit einer ehrenamtlichen Berufsrolle im EBiT intensiver auseinanderzusetzen.
Ziel der Fallstudie ist es, die persönliche Führungsrolle und den Führungsstil im Vorstand des EBiT zu hinterfragen. Von Interesse ist dabei die Ehrenamtlichkeit, die im Unterschied zum universitären Lehrauftrag in unterschiedlicher Art und Weise in der Erwachsenenbildung eines kirchlichen Bildungswerks den Autor beschäftigt.
Die Fallstudie zeigt in verschiedenen Schritten auf, welche Bedürfnisse ehrenamtliche MitarbeiterInnen haben und wie diese durch Leistungs-, Struktur- und Organisationsmaßnahmen in einem kleinen Bildungswerk mit geringen materiellen Ressourcen angemessen abgedeckt werden sollen. Die reflexive Auseinandersetzung, insbesondere bezogen auf die eigene Rollengestaltung, bildet den zentralen Bestandteil der Fallstudie, wobei die Durchführung und Auswertung von MitarbeiterInnengesprächen Hinweise auf die professionelle Gestaltung der Führungsrolle von Bildungsmanagern gibt.
Literaturhinweise/Auswahl:
Beher K. - Liebig R. - Rauschenbach Th. (2000): Strukturwandel des Ehrenamts. Gemeinwohlorientierung im Modernisierungsprozess, Weinheim-München
Breit-Keßler S./Vorländer M. (2008): Ehrenamtliche in der Kirche. Wiederentdeckung - Zusammenarbeit - Begleitung, in: AMT und GEMEINDE, Heft 11/12 2008, 227-237
Dichatschek G. (2005a): Evangelisches Bildungswerk neu organisiert, in: SAAT Nr. 2, 20. Februar 2005, 6
Dichatschek G. (2005b): Theorie und Praxis evangelischer Erwachsenenbildung, in: AMT und GEMEINDE, Heft 7/8 2005, 126-130
Höher F. - Höher P. (1999): Handbuch Führungspraxis Kirche. Entwickeln-Leiten-Moderieren in zukunftsorientierten Gemeinden, Gütersloh
Müller U.- Schweizer G.-Wippermann S. (Hrsg.) (2008): Visionen entwickeln. Bildungsprozesse wirksam steuern. Führung professionell gestalten - Dokumentation zum Masterstudiengang Bildungsmanagement der Landesstiftung Baden-Württemberg, Bielefeld
Titel der schriftlichen Arbeit für den Schwerpunkt Lehren/Gruppenleitung/Training:
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Vorberufliche Bildung in der Evangelischen ErwachsenenbildungKurze Zusammenfassung der schriftlichen Arbeit:
Der Schwerpunkt der Arbeit sind didaktische und methodische Aspekte vorberuflicher Bildung in der Erwachsenenbildung/EB in Verbindung mit berufswahltheoretischen Überlegungen.
Vorberufliche Bildung - definiert als Orientierung über berufliche Bildung und die Arbeits- und Berufswelt (Berufswahltheorien; Schul-, Studien- und Berufswahl/Unterricht-Realbegegnungen-Beratung; Einführung in die Arbeits- und Berufswelt; Randgruppen/Migration; Arbeitslosigkeit) - ist als Teil der Berufspädagogik und Politischen Bildung der EB verpflichtet. Angelpunkte aller pädagogischer Bemühungen sind die Orientierungslosigkeit Jugendlicher und Eltern, Umzuschulender und Arbeitsloser und die notwendige Hilfestellungen, in Verbindung mit Kooperationsmodellen des AMS und der Sozialpartner in Form eines regionalen Netzwerkes.
Der Kurs ist variabel gestaltet. Die Teilnehmer/innen werden ständig in aktive Rollen versetzt, teils allein, teils in Gruppen, teils mit Hilfestellungen und/oder Medien. Hauptaufgabe ist das Einbringen einer regionalen Bezogenheit.
EB hat nach heutigem Verständnis die von der EU eingeforderte zusätzliche "Berufsorientierung" in Form "lebenbegleitendem Lernen" zu praktizieren. Die Themen werden mit den Teilnehmern/innen festgelegt, entsprechend ist daher ihre Aktualität, Hilfestellung und Realisierung auf die Klientel abgestimmt.
Die drei Elemente "Berufswahl/Berufsfeld", "Berufliche Grundbildung/Berufskunde (Grundbegriffe, Realbegegnungen)" und "Vorberufliche Sozialisation (Elternhaus, Familie, Freundes-Kollegenkreis, Unterricht, Beratung)" verlangen eine situationspezifische Handhabung. Dazu dient das didaktisch-methodische Repertoire der Vorberuflichen Bildung.
Ohne eine Kooperation mit dem AMS und den Sozialpartnern sowie den Bildungsinstitutionen der Sekundarstufe II - BS; BMS, BHS - ist der Kurs nicht durchführbar.
Das Leistungs- und Förderprinzip ergänzen in der Vorberuflichen Bildung einander. Damit wird dem diakonischen Prinzip der evangelischer Erwachsenenbildung Rechnung getragen.
Weiterführende Literatur/Auswahl:
Beinke L. (2006): Berufswahl und ihre Rahmenbedingungen. Entscheidungen im Netzwerk der Interessen, Frankfurt/M.-Berlin-Bern-Bruxelles-New York-Oxford-Wien: Peter Lang Verlag
Decker F. (1981): Berufswahl, Berufsvorbereitung und Berufsberatung im Unterricht. Ein Handbuch zur Didaktik der vorberuflichen Bildung und beruflichen Grundbildung, Braunschweig: Westermann Verlag
Dichatschek G. (2008a): Aspekte der vorberuflichen Bildung in Schule und Hochschule, in: Erziehung und Unterricht 5-6/2008, 445-451
Dichatschek G. (2008b): Geschichte und Theorieansätze der politischen Bildung/Erziehung in Österreich - unter besonderer Berücksichtigung vorberuflicher Bildung/Erziehung. Master Thesis: Universitätslehrgang Master of Science - Politische Bildung, Alpen-Adria Universität Klagenfurt, Fakultät für Kulturwissenschaft
Döring K.W. (2008): Handbuch Lehren und Trainieren in der Weiterbildung, Weinheim-Basel: Beltz Verlag
Klippert H. (1991): Berufswahlunterricht. Handlungsorientierte Methoden und Arbeitshilfen für Lehrer und Berufsberater, Weinheim-Basel: Beltz Verlag
Ostendorf H. (2005): Steuerung des Geschlechterverhältnisses durch eine politische Institution. Die Mädchenpolitik der Berufsberatung, Opladen: Verlag Barbara Budrich
Verfasste Rezensionen:Autor/in und Titel des Fachbuches aus Erwachsenenbildung allgemein»
Jürgen Wittpoth, Einführung in die Erwachsenenbildung, 2. Auflage, UTB 8244, Verlag Barbara Budrich, Opladen Framington Hills 2006Interessante Inhalte des rezensierten Buches:
Die "Einführungstexte Erziehungswissenschaft" sind so konzipiert, dass sie Studierende einen Überblick über Grundbegriffe, Geschichte, theoretische Ansätze, Forschungsergebnisse, Institutionen, Arbeitsfelder, Berufsperspektiven und Studienorte eines Fachgebietes vermitteln sollen.
Das vorliegende Buch ist als Grundlagentext für eine einführende Lehrveranstaltung in Erwachsenenbildung so strukturiert, dass es diesem Zweck gerecht wird. Die Publikation ist eine wichtige Quelle an Einsichten und Basis für die Weiterarbeit an Fragen der Theorie und Praxis einer Erwachsenenbildung.
Jürgen Wittpoth hat als Erziehungswissenschaftler mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung an der Ruhr-Universität Bochum eine profunde Übersicht vorgelegt. In 7 Kapiteln geht er Perspektiven und Bildung Erwachsener, historischer Betrachtungen, theoretischer Zugänge, der Forschung, dem quartären Sektor des Bildungssystems, Erwachsenerbildung als Beruf und dem Studium sowie dem Arbeitsmarkt und einem umfangreichen Literaturverzeichnis zu den einzelnen Kapiteln und Hinweisen zu Einführungen, Zeitschriften, Nachschlagewerken nach und formuliert damit systematisch und gut verständlich auf 224 Seiten den Ertrag von Erwachsenenbildung.
Weiterführender Literaturhinweis:
Döring K. H. (2008): Handbuch Lehren und Trainieren in der Weiterbildung, Weinheim-Basel, Beltz Verlag
Autor/in und Titel des Fachbuches aus dem Schwerpunkt Bildungsmanagement»
Andreas Seiverth, Deutsche Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (Hrsg.): Re-Visionen Evangelischer Erwachsenenbildung. Am Menschen orientiert, Bertelsmann Verlag Bielefeld 2002Interessante Inhalte des rezensierten Buches:
Für die Evangelische Erwachsenenbildung/EEB zieht sich durch ihre institutionelle und inhaltliche Entwicklungsgeschichte das Problem hindurch, dass sie bildungstheoretisch und theologisch Ziele erwachsenenpädagogischer Praxis in einem wenig differenzierten institutionellen Rahmen angehen musste und heute noch muss. Evangelische Bildungswerke und Evangelische Akademien bilden keine hinreichenden institutionellen Bedingungen (S. 17). In der österreichischen Diasporasituation fehlen ein funktionierendes Netzwerk aller EEB-Institutionen und die Einrichtung eines Fernstudiums.
Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung lebensbegleitenden Lernens besteht ein Reflexionshintergrund für die EEB selbst und ihren Beitrag in der Moderne, damit Bildungsprotestantismus sich in einem Prozess der Selbstreflexion in den gesellschaftlichen Diskurs einbringen kann. Nötige Elemente lassen sich in diesem Jubiläumsband benennen.
Ergänzende Literatur:
Dichatschek G. (2005): Theorie und Praxis evangelischer Erwachsenenbildung, in: AMT und GEMEINDE, 56. Jg., Heft 7/8, Juli/August 2005, 126-130
Autor/in und Titel des Fachbuches aus dem Schwerpunkt Lehren/Gruppenleitung/Training»
Brigitta K. Pfäffli, Lehren an Hochschulen. Eine Hochschuldidaktik für den Aufbau von Wissen und Kompetenzen, Haupt Verlag Bern-Stuttgart-Wien 2005Interessante Inhalte des rezensierten Buches:
"Lehren an Hochschulen" umfasst nach dem Selbstverständnis des deutschsprachigen Bildungswesens Fachhochschulen und Universitäten und befähigt Lehrende(und Studierende), Lehre, Gruppenleitung und Training im hochschuldidaktischen Kontext wahrzunehmen. Im Anschluss an schulische Bildung soll die Basis für lebensbegleitendes Lernen gelegt werden. Die EU-Bildungsminister fordern in der "Bologna-Erklärung" 1999 arbeitsbezogene Qualifikationen der Studierenden an Hochschulen.
Zum Erreichen dieser Ziele gehören didaktische Überlegungen als Antworten auf eine zeitgemäße Hochschule. Entsprechend ist das Lehren nicht denkbar ohne Vorstellungen über Lernen.
Für den Rezensenten diente das Buch ergänzend für das Seminar der Universität Wien/Personalentwicklung "Kreative Entwicklung hochschuldidaktischer Methoden"(WS 09/10).
Teil I "Die Kontextthemen" sind dem Aspekt Lernen und der Motivation der Studierenden gewidmet: Lernen - Lehren, Studierende, Qualität der Hochschullehre. Ein Kapitel zu Standards einer guten Lehre und Überlegungen zu den Lehr- und Lernchancen im Kontext des Leistungsauftrages einer Hochschule vervollständigt die Publikation. In einem Abriss sind aktuelle Erwartungen der Berufswelt an Hochschulabsolventen/innen zusammengestellt (S. 17-54).
Teil II "Leitlinien der Hochschuldidaktik" thematisiert die Kernthemen, die praxis- und wissensnorientierte Ausrichtung der Lehre und die Bedeutung von Zielen sowie den Aspekt einer Eigenverantwortlichkeit der Studierenden mit Qualitätsstandards und einem Planen und Gestalten von Lernprozessen (S. 55-96).
Teil III "Entwicklung und Planung von Lehrveranstaltungen" bezieht sich auf die verschiedenen Planungsbereiche der Studiengänge, auf Module und Kurse sowie konkrete Lernprozesse (S. 97-136). Ziel der Planung ist die Entscheidung über Ziele, Inhalte, Lernverläufe, Lernverfahren und Lernnachweise auf jeder Planungsebene zu klären, begründen und kommunizieren zu können.
Teil IV "Gestaltung von Lernprozessen" wird zu einem wesentlichen Teil durch die Beziehung zwischen Lehrenden und Studierenden geprägt (S. 137-278). Im Wesentlichen werden zwei verschiedene didaktische Vorgehenstypen skizziert. Die wissens- und vermittlungsorientierte Didaktik eignet sich für den Aufbau von kognitiven Strukturen (S. 148-185), die handlungsorientierte Didaktik für die Entwicklung von komplexen Kompetenzen und die Wissensaneignung (S. 186-213). Bestimmte Unterrichtsverfahren werden in drei Kategorien vorgestellt: als Kontaktunterricht, Kontaktunterricht und Selbststudium sowie Methoden für ein begleitendes Selbststudium. Teilkapitel sind dem Visualisieren, Beraten, Gestalten von Lernnachweisen und den Möglichkeiten von E-Learning gewidmet. Didaktisch handeln heißt, beiden Teilen Zugang zu Wissen und Handlungsmöglichkeiten zu öffnen und Lehrende und Studierende zu befähigen, eigenständig zu lernen und die Bedeutung des Wissens autonom beurteilen zu können.
Ein Reflektieren des beruflichen Handelns fördert das eigene Profil und die berufliche Laufbahn. Es dient der Aufwertung von Lehre.
Kritisch zu vermerken ist die mangelhafte Unterscheidung zwischen Fachhochschule und Universität (S. 44-45). Für den/die Universitätslehrer/in ergibt sich ein Widerspruch aus der Sicht von Wissenschaft. Man liest etwa: "Vordefiniertes, allgemeines Wissen ist nicht geeignet, einzigartige Praxissituationen zu erfassen"(S. 67). Ohne ein solches Wissen aber - also Wissenschaft - können Praxissituationen nur unzureichend erfasst werden. Für eine gute Praxis ist nichts so gut wie ein gute Theorie. Dem Buch fehlt u.a. eine Schlussbetrachtung zur Bedeutung von Hochschuldidaktik an Universitäten, Fachhochschulen und Universitätslehrgängen. Das Verhältnis von Hochschuldidaktik und Erwachsenenbildung, insbesondere Überlappungen in beiden Teilbereichen, wird ebenfalls nicht behandelt.
Weiterführende Literaturhinweise:
Kathrin Dummann - Karsten Jung - Susanne Lexa - Yvonne Niekrenz (2007), Einsteigerhandbuch Hochschullehre. Aus der Praxis für die Praxis, Darmstadt, Wissenschaftliche Buchgesellschaft
Alexander Wörner (2008): Lehren an der Hochschule. Eine praxisbezogene Anleitung, Opladen, Verlag für Sozialwissenschaften